Besuch im Kölner Zoo

Nun lebe ich bereits seit 17 Jahren in Köln und habe tatsächlich noch nie den Zoo besucht. Am letzten Sonntag habe ich das endlich geändert. Wer an einem sonnigen Sonntag in den Zoo geht, hätte das zwar genau so gut in den Sommerferien tun können, aber trotz der Menge an Besuchern (und vor allem quirligen Kindern) war es eine lohnende Unternehmung.

Ich will jetzt gar nicht so viel dazu schreiben – nur ein paar (unnütze) Daten und ansonsten jede Menge Bilder und ein paar kleine Videos. Das spricht wohl für sich selbst.

  • knapp über 10 km mit dem Fahrrad
  • etwa 7 km zu Fuß
  • 6 Stunden im Zoo (11:15 – 17:15 Uhr)
  • insgesamt – mit Abstechern – 8 Stunden unterwegs an der frischen Luft
    (Gefahr von Frischluftvergiftung!)

Ansonsten, schaut selbst:

Clemenshof – alte Nutztierrassen:

Aquarium / Terrarium:

Und schließlich noch ein paar kleine Videos:

Aus Fratres wurden Patres

Am Freitag, 8. September 2017, dem Fest Mariä Geburt, legten zwei Fratres des Zisterzienserklosters in Bochum-Stiepel die Feierliche Profess ab: P. Alban Ganse und P. Famian Maria Vieth. Abt Maximilian aus dem Mutterkloster Heiligenkreuz nahm die Versprechen entgegen und stand dem feierlichen Pontifikalamt vor.

So weit, so erfreulich! Mit einem Mitbruder aus der Hochkirchlichen St. Johannes-Bruderschaft (SJB) habe ich an diesem besonderen Pontifikalamt teilgenommen – einmal, weil einer der Fratres uns dazu eingeladen hatte, zum anderen, weil ich den zweiten Frater aus früheren Zeiten kannte. Zwar haben wir keinen Platz in den Bänken mehr finden können und „durften“ zwei Stunden lang stehen, aber dennoch war es gut, dass wir dort waren.

Besonders interessant ist die Regelung bei den Zisterziensern, dass Brüder mit feierlicher Profess mit „Pater“ angesprochen werden, unabhängig davon, ob sie Priester sind oder nicht. Abt Maximilian sagte dazu in seiner Predigt, dass der Mönch zur geistlichen Vaterschaft berufen ist und dass eine solche Vaterschaft oft vermisst wird.

Nicht ganz unwichtig für solch eine Vaterschaft ist, so will mir scheinen, was in einem der Gebete für die Professkandidaten erbeten wird:

„… Er folge keiner fremden Stimme, sondern allein der deinen, die spricht: wer mir dienen will, folge mir nach.“

Fotos von Manfred Barnabas Loevenich (Facebook-Profil):

Noch mehr Bilder auf der Website des Klosters – hier

Sehr schön waren – nebenbei bemerkt – auch die Begegnungen bei der Feier im Anschluss.

Der Liturgiefuchs braucht Input

Auf Facebook hat der Liturgiefuchs eine Anfrage gestellt, die ich auch gerne über diesen Kanal wietergeben möchte. Gefragt sind vor allem Ordensleute bzw. Mitglieder von Gemeinschaften:

Ich recherchiere gerade zum Thema des NOVIZIATES in verschiedenen #Ordensgemeinschaften und brauche Eure Hilfe! Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass es viele ganz eigene #Riten zur #Noviziatsaufnahme gibt.

Es wäre mir eine große Hilfe, wenn Ihr Euch ein wenig Zeit nehmen könntet und mir die Bestimmungen und die liturgische Ordnung zum beginnenden #Noviziat in Euren Gemeinschaften zumailen könntet:
Ihr erreicht mich unter

liturgiefuchs@liturgica.org

Habt vielen lieben Dank für Eure Unterstützung!
Bleibt behütet, dafür betet
Euer #Liturgiefuchs

Es wäre schön, wenn sich diejenigen unter meinen Lesern, die sich angesprochen fühlen, beim #Liturgiefuchs meldeten. Sein (sehr lesenswerter) Blog: Liturgica.org

Urlaub zuhause – Regenprogramm mit Kultur

Nun ist mein Urlaub zuhause vorüber. Das Wetter in meiner Urlaubswoche war leider nur ganz am Anfang gut. Zum Glück hatte ich alle Aktivitäten, die wetterabhängig und bereits fest gebucht waren, bereits zu Beginn. Einiges, was auf meiner Ideenliste stand, konnte ich dann allerdings abhaken. Es gab aber auch Ideen, die sich bei 15°C und Regen verwirklichen lassen.

Am Dienstagnachmittag habe ich mich zum Beispiel mit meinem Laptop ins Café ecco verdrückt. Dort konnte ich in Ruhe die letzten Blogbeiträge schreiben, dabei guten Kaffee und glutenfreies Essen genießen und die reichlich vorhandenen Steckdosen sowie das freie WLAN nutzen. Als ich nach ca. drei Stunden wieder gehen wollte, kam noch ein lieber Freund dazu und wir saßen dann doch noch etwas länger …

Am Donnerstag habe ich mittags einen entspannten Besuch gemacht und bin anschließend zum Kolumba-Museum geschwommen geradelt.

Kolumba ist das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Es wurde auf und mit den Ruinen der zerstörten Kirche St. Kolumba erbaut. Das ist auch von außen deutlich zu erkennen. An der Architektur besonders markant sind die sind die schmalen, hohen Treppenaufgänge.

Im Museum kann man im unteren Bereich auch die Ausgrabungen und Überreste der Kirche besichtigen.

In Kolumba findet sich Modernes und Altes direkt beieinander. Gleich im ersten Raum wird man überrascht von Eric Hattan »Individuell« – außerdem z.B. Gemälde aus dem 20. Jahrhundert („Maisons aux toits rouge“ und andere), das Designstück „CELLA mit Küchenbaum und Einschwinger“ und die Ausstellung »Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt)«. Zugegeben, beim Austellungsstück auf dem letzten Bild hatte ich spontan die Assoziation, dass das wohl eine „Karteileiche“ sein müsste.

Mehr noch haben es mir aber die älteren Ausstellungsstücke angetan: Bücher – „Christus in der Rast“ – Koptische Textilien, Rosenkränze und Schmuck aus mehreren Jahrhunderten – Kupferstiche zur Lauretanischen Litanei – „Geduldflaschen“ – Kulissenkarten – Andachtsbilder – Temperamalerei „Dem hl. Hieronymus erscheint die hl. Belsilla“ (15. Jahrhundert) – Archivoltenfiguren aus dem Petersportal des Kölner Domes – Kruzifix aus dem 12. Jahrhundert / Elfenbein – „Madonna mit dem Veilchen“ – „Die Vier Gekrönten“ und vieles mehr …

Direkt gegenüber dem Museum habe ich im Anschluss noch das Manufactum besucht, getreu meinem Vorsatz, mich auf Schönes und Hochwertiges zu konzentrieren. Da findet man übrigens auch viele Klosterprodukte. Außerdem hatte ich dort die Möglichkeit, bei einem leckeren Kaffee das Übelste vom Regen abzuwarten, bevor ich mit dem Rad wieder nach Hause paddeln radeln konnte.

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Urlaub zuhause – Blauer Montag

Eine Sache, die mir in den letzten Wochen sehr zu schaffen gemacht hat, waren die Baustellen und Unfertigkeiten, mit denen ich zuhause und auch am Arbeitsplatz leben musste. Das hat mir überhaupt nicht gut getan. Deshalb habe ich mir für meinen Urlaub bewusst Aktivitäten ausgesucht, bei denen ich mich mit Schönem beschäftigen kann – also nicht nur „schön“ im Sinne von „angenehm“, sondern auch im engeren Sinn von ästhetisch schön, organisiert und geordnet.

Der Montag war diesbezüglich ein echtes Highlight (hoffentlich nicht das letzte in dieser Woche). Zu den beiden bereits im Vorfeld gebuchten Veranstaltungen gehörte – neben der Party am Freitag – eine 2-stündige Schiffs-Rundfahrt mit Live Guide, genannt „Blauer Montag“. Für relativ kleines Geld haben wir uns aufwärts und abwärts des Rheins schippern lassen, während eine Stadtführerin kurzweilig interessante Infos und nette Anekdoten an den Gast brachte. Die Zusatzinformationen meines lieben Mitbruders Barnabas, der mich begleitet hat, habe ich gerne auch noch mitgenommen. Immer gut, wenn man kenntnisreiche Einheimische dabei hat!

Außerdem gab es guten Kaffee und Sonne satt. Was will ich mehr?!

Kurz vor dem Anlegen sind wir an der romanischen Basilika St. Kunibert (s. auch hier) vorbei gefahren. Ich hatte nur kurz erwähnt, dass ich da noch nie drin war, schon stand fest, wo wir anschließend hinradeln würden.

Erwähnte ich schon, dass kenntnisreiche Einheimische eine gute Begleitung bei Ausflügen und Besichtigungen sind? Ja? Nun, das gilt erst recht dann, wenn sie auch noch Kunsthistoriker sind und einen besonders guten Blick für Kirchen haben.

Kurz gesagt: Die Besichtigung von St. Kunibert war gleich das nächste Highlight!

Weiter ging es dann zum Rosengarten im Fort X / Agnesviertel (s. auch hier). Passend dazu, dass ich mich mehr mit Schönem umgeben wollte, habe ich hier eine ruhige und gut gepflegte Anlage erleben können – Frischluft“vergiftung“ inklusive 🙂

Zum Schluss noch miteinander einen Kaffee trinken – oder ein Eis essen – und der Ausflugstag kann in Ruhe ausklingen. Ich hatte ehrlich gesagt schon lange nicht mehr einen Tag, der mir so gut getan hätte …

Mer

Urlaub zuhause – Auftakt

Das Budget hat in diesem Jahr nun wirklich keine Urlaubsreise mehr zugelassen. Trotzdem wollte ich nicht einfach nur zuhause herum hängen, gerade, weil ich im Augenblick nicht besonders „gut drauf“ bin. Darum habe ich mich im Vorfeld durch’s Netz geklickt, was man in Köln alles unternehmen könnte. Eines ist jedenfalls klar: Eine Woche reicht bei Weitem nicht aus.

Auch wenn sich einige Freunde sehr gewundert haben, zum Auftakt hatte ich Lust auf Party. Zum ersten Mal seit den Disco-Zeiten meiner Jugend, habe ich mich in eine Partylocation verirrt – mit dem festen Vorsatz, dort auch reichlich zu tanzen (oder besser gesagt „abzuzappeln“). Meinem Alter (fast) angemessen allerdings nicht in der Disco, sondern bei der Express Ü30 Party auf einem Partyschiff – abhauen also von vornherein ausgeschlossen. 🙂

Bei der riesigen Schlange, die sich vor dem Ablegeplatz gebildet hat, hätte man glauben können, auf dem Schiff keine Luft zum Atmen mehr zu haben. Es war dann aber doch erstaunlich weitläufig und bestens organisiert – also auch kein Problem, zwischendrin ein bisschen Ruhe zu finden.

Alleine ist Party allerdings relativ langweilig, wenn man sich außerhalb der Tanzfläche befindet. Die Fahrt auf dem Rhein hat zwar ihren Reiz, aber dafür war ich ja nicht in erster Linie da. Also habe ich mich langsam an die Tanzfläche herangeschlichen, und nach etwa einer Stunde dann auch getraut dieselbe zu betreten. Ab da war’s dann deutlich kommunikativer und richtig lustig.

Fazit: Nochmal machen und dann erheblich früher und länger „abzappeln“!